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Inneres Gleichgewicht finden
Inneres Gleichgewicht finden

Viele von uns fallen von einem Extrem ins andere. Jahrelang kümmern wir uns nur um andere, dann kann eine Phase folgen, in der wir ausschließlich unsere eigenen Bedürfnisse im Auge haben. Jahrelang weigern wir uns vielleicht strikt unsere eigenen Gefühle zu spüren, dann folgte eine Zeit, in der wir zwanghaft jedem noch so kleinen Anflug von Gefühl nachspüren. Manchmal befinden wir uns in einer Position der Machtlosigkeit um bei anderen Gelegenheiten massiven Druck auf unsere Umgebung auszuüben. Warum schwanken wir immer wieder zwischen Extremen und wie schaffen wir es inneres Gleichgewicht zu finden? Darüber spricht die geistige Welt im neuen Beitrag.

Transkription

Diese Extreme, die man erlebt als Mensch auf emotionaler Ebene, sind sehr wichtig, denn es handelt sich um Pole der Erfahrung. Macht und Ohnmacht, Freude und Angst, das nach Innen gehen, das nach Außen gehen, das laut sein, das leise sein, all diese Erfahrungen stehen einem Menschen zur Verfügung und alle haben sie ihre Berechtigung, denn es geht um das Ausbalancieren. Aber das kann erst geschehen, wenn beide Pole ausgekostet wurden, erfahren wurden, bis zur Gänze erfahren wurden. Das heißt, wenn du einen Menschen betrachtest, der sich sehr, sehr mächtig fühlt, dann ist es so, dass dieser Mensch die Macht auskosten muss. Das ist das korrumpierende Konzept von Macht, dass man noch mächtiger werden will. Aber selbst für so einen Menschen wird es so lange bis zum Anschlag gehen, bis er schlagartig mit dem Gegenkonzept konfrontiert wird, vielleicht im gleichen Leben, wenn plötzlich Machtpositionen zerbrechen, vielleicht in einem Folgeleben, wenn eine Inkarnation der Ohnmacht ansteht. Aber auch diese Ohnmacht, die Hilflosigkeit will wieder gespürt werden. Warum das alles?

Es geht darum, auf menschlicher Ebene Mitgefühl zu entwickeln mit den Mitgeschöpfen, sich hinein fühlen zu können in andere Menschen, so dass man auch lernt, in sich selbst zu spüren, sich selbst näher zu kommen, gleichermaßen zu empfinden wie andere. Dieses Erlebnisfeld von Gefühlen, von Eigenschaften, von eigenen Positionen in dieser Welt, will ausgekostet werden. Das war der Plan, warum alle Menschen überhaupt inkarnieren, warum sie gewählt haben, diese menschliche Erfahrung der Begrenztheit zu machen. Nur diese Begrenztheit ermöglicht, diese Pole zu erfahren. Und so sind diejenigen Menschen, die sich Harmonie und Ausgewogenheit wünschen, tatsächlich schon so weit auf dem Weg fortgeschritten, dass sie keinen Spaß mehr daran haben, Macht, Reichtum, Überlegenheit und solche Dinge so hoch wert zu schätzen, wie dies andere Menschen, die sich noch nicht so lange auf ihrem Weg befinden, noch nötig haben.

Ihr erkennt also fortgeschrittene Menschen an ihrem Wunsch nach Angemessenheit, nach dem Wunsch, sich in die Mitte zu begeben. Da braucht es nicht mehr diese Sucht nach Euphorie und Glück, weil längst erkannt wurde, dass alles, was gleichermaßen nach oben ausschwingt auch im gleichen Maße nach unten weiter schwingt. Die Wertschätzung für die harmonische Mitte gewinnt zunehmend an Bedeutung und dann strebt der erwachende Mensch nicht mehr nach leeren Glücksgefühlen, Glücksgefühlen, die so schnell verschwinden, wenn auch das zugehörige auslösende Objekt, sei es Mensch oder Sache, verschwinden aus dem Leben. Glück ist dann etwas anderes, das man in sich trägt, das nicht auf äußere Impulse angewiesen ist. Und das ist der Punkt, wo Menschen ganz bewusst in der Lage sind, sich allmählich in diese goldene Mitte hinein zu bewegen. Denn das Leben findet statt, freudvolle und traurige Momente wechseln sich ab, aber weil dieser erwachende Mensch spürt, dass alles seine Zeit hat, alles vorübergehende Berechtigung hat, haftet er weder an zu viel Freude noch an zu viel Leid an. Er spürt, dass diese Pole wichtig sind, dass aber das extreme Ausschwingen zu den beiden extremen Polen anderen vorbehalten bleiben darf, die diese Erfahrungen noch brauchen.

Es ist also eine bewusste Entscheidung für die Harmonie, für das Gleichgewicht. Und das bedeutet, dass erwachende Menschen sich wahrnehmen, ihre Gefühle zulassen, im eigenen Inneren nachspüren, was die Ursache und die Grundlage dieser Gefühle oder auch Sehnsüchte ist, die wiederum Gefühle auslösen. Und dann geht es darum, loszulassen, leer zu werden, zu lächeln und zu wissen: „Ich stehe in der Mitte. Ich jongliere nur mit all dem, was mir geschieht an Positivem und Negativem. Ich halte beide Waagschalen in meinen Händen. Ich bestimme, wie viel Gewicht ich dem einem oder dem anderen geben will.“ Und wenn du diese Gedanken in dir verwirklichst, dann bist du in der Lage, in der Mitte zu stehen, ja zu sagen zu dem, was ist, momentan und dich darauf zu freuen, dass sich auch die andere Waagschale zeigen wird und wieder ist sie nur eine Seite des großen Ganzen. Der Weg führt zum Ziel, der Weg ist das Ziel.

Dieses Ausbalancieren von dem, was dir geschieht, auf das du keinen Einfluss zu haben scheinst, bedeutet Akzeptanz. Dann kann sich die große Waagschale des Lebens eigenmächtig wieder ausbalancieren. Hafte an nichts an, halte nichts fest, weder Freud noch Leid, weder Macht noch Ohnmacht. Werde dir dessen bewusst, dass alles, was du loslässt, sofern du dich auf die Mitte konzentrierst, in diese Mitte sich auspegeln wird.

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Gaby Teroerde

Gaby Teroerde arbeitet seit 10 Jahren als Medium im deutschsprachigen Raum. Den Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet spirituelle Lebenshilfe.

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