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Eintreten für sich selbst
Eintreten für sich selbst

Es fällt uns relativ leicht, für andere einzutreten. Wenn jemand benutzt, kontrolliert oder missbraucht wird, springen wir gerne in die Bresche und tragen den Kampf für den anderen aus. „Du bist im Recht“, sagen wir dann und bestärken den anderen. Warum tun wir uns andererseits so schwer, unsere eigene Sache zu verteidigen? Wie können wir für uns selbst eintreten, wenn es die Situation erfordert?

Transkription

Selbst-Wertschätzung ist sehr schwierig für manche Menschen. Es ist ein unbewusstes sich selbst Zurücknehmen, sich selbst nicht als so schützenswert und wundervoll zu empfinden, das die Wurzel dieses Übels darstellt. Selbst für sich einzutreten bedeutet, nicht nur rücksichtsvoll anderen gegenüber zu sein, andere zu beschützen, sondern auch den Blick ins eigene Innerste zu richten, dort nicht nur die Menschlichkeit, Mildtätigkeit und Güte zu entdecken, sondern auch das Lichtschwert, die Kampfbereitschaft, die auch in dir wohnt. Vor lauter gutem Willen anderen gegenüber übersiehst du dennoch, dass du auch kämpfen darfst, dass dies nichts Negatives ist, dass du mit harten, scharfen Worten Einhalt gebieten kannst, dass du dich beschützen darfst, dass du dir selbst wert genug bist, um dich zu verteidigen. Dieses selbst für sich, seine Ideale, seine Überzeugungen einzutreten ist sehr wichtig. Nicht immer muss man dies verbal machen. Aber innerlich das gewonnene, aus Erfahrung gezimmerte Weltbild für schützenswert zu erachten ist oberstes Prinzip. Es ist mühsam errungen, diese eigene Überzeugung, das eigene Weltbild, der eigene Standpunkt.

Und so ist er es wert, verteidigt zu werden. Jedoch kann es sein, dass äußere Umstände bewirken, dass der eigene Standpunkt, die eigene Überzeugung, hinterfragt werden. Auch das darf als Werkzeug genutzt werden, denn du bist mit deiner Überzeugung, deiner Einstellung ja auch niemals zu 100% am Ziel angelangt. Du darfst bis ans Ende deines Lebens dazu lernen, neue Erfahrungen machen, neue Erkenntnisse integrieren und da kann es sinnvoll sein, wenn jemand dich herausfordert, auch einmal inne zu halten, in der Stille dich selbst und deine Überzeugungen und Beweggründe zu hinterfragen und eventuell loszulassen. Die Situation kann sehr feindselig sein, dann kann man sich vorstellen, tatsächlich das eigene Lichtschwert in die Hand zu nehmen, metaphorisch gesprochen, und dann auch mit harten Worten dem Angriff entgegenzutreten. Es ist eine energetische Sache. Wer sich nicht schützt, verliert Energie und so sind harte Worte nötig in Klarheit, die den anderen zurückweisen. Es geht nicht darum, den anderen bewusst zu verletzen, sondern nur, sich wie ein Lichtritter selbst zu schützen. Vor allem gilt es, klar und deutlich die Situation darzustellen, abzublocken und dann auch den Rückzug anzutreten, sich nicht auf Diskussionen einzulassen, sondern den anderen stehen zu lassen, aber sich selbst aus der Schusslinie zu nehmen.

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Gaby Teroerde

Gaby Teroerde arbeitet seit 2007 als Medium im deutschsprachigen Raum. Den Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet spirituelle Lebenshilfe.

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