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Sich von Familienproblemen lösen
Sich von Familienproblemen lösen

Wir alle kennen es: Unsere Herkunftsfamilie ist Quelle von Freude und Leid zugleich. Wir wachsen mit unseren Eltern und Geschwistern auf, durchleben Höhen und Tiefen, werden durch das Leben zusammengeschweißt. Einerseits lieben wir uns, andererseits fügen wir uns immer wieder tiefe Wunden zu. Was hat es mit diesen engen Beziehungen auf sich? Warum werden wir gerade mit diesen Menschen zusammengewürfelt, obwohl wir doch so verschieden sind? Wie sollten wir mit den scheinbar unlösbaren Problemen umgehen? Wo können wir helfen, wenn es Familienmitgliedern schlecht geht, wo sollten wir uns zurückziehen? Über all das und noch viel mehr spricht die geistige Welt im neuen Beitrag.

Transkription

Nun es ist so, dass es eine genetische Familie gibt und eine spirituelle Familie. Für diese Inkarnation habt ihr Menschenseelen ausgewählt, mit denen ihr zusammen eine Aufgabe erledigen wolltet in einer gemeinsamen Inkarnation. Hier geht es um diverse Verstrickungen, die in Liebe aufgelöst werden dürfen. Hier geht es aber auch um Unterstützung und Stärkung des Individuums durch ein familiäres Umfeld. Diese Stärkung kann sogar bedeuten, dass man innerhalb der eigenen Herkunftsfamilie sehr großem Druck ausgesetzt ist und dies einen dazu befähigt, Stärke in seinem eigenen Inneren zu finden. Diese Konstellationen sind so lange hilfreich, wie das Individuum daran wachsen kann und wirklich auch Krisensituationen und schwierige Beziehungen nutzen kann, um daran zu wachsen, um sich daran zu spiegeln, um daran Erkenntnisse zu finden, um seinen spirituellen Reifeweg ein paar Schritte gehen zu können.

Wenn man hingegen spürt, dass ab einem bestimmten Punkt der Einfluss der Familienmitglieder einen negativ berührt in Situationen, wo man nicht helfen kann, nicht helfen darf, weil Hilfe abgelehnt wird, dann ist der Zeitpunkt gegeben, um sich energetisch in Liebe und Respekt zu lösen. Das bedeutet nicht, dass man auf der Alltagsebene mit diesen Verwandten bricht, keinen Kontakt mehr pflegt oder ähnliches. Aber es bedeutet eine innere Ablösung, denn man kann, wenn man nicht geben darf an Liebe, Rat, Hilfe und Unterstützung, für einen Menschen nichts tun, der danach süchtig ist, im Leid und im Opferdasein zu verweilen. Da ist es oft ratsamer, energetische Bänder zu kappen und diesem Menschen auch in Liebe dabei zuzusehen, wie das vielleicht das eigene Seelengebäude so ins Wanken bringt, dass dieser Mensch ebenfalls erkennt, wie viel Kraft und Ressourcen in ihm stecken. Denn es kann sein, das eine Art spirituelle und energetische Coabhängigkeit diesen Menschen bisher davor bewahrt hat, selbst zu wachsen.

Also ist es für das eigene seelische Wachstum immer wichtig, in Ehrlichkeit die familiäre Situation abzuchecken und einmal ehrlich gegen sich selbst und andere zu sein und sich zu fragen: „Wo kann ich Hilfe leisten, weil es meinen Verwandten schlecht geht? Wo werd ich wirklich zugelassen in meiner Hilfeleistung? Wo wird mir die Tür geschlossen? Wo bin ich nur mit negativen Emotionen in Verbindung? Wo fühle ich, dass meine eigenen Energien nur mehr abgezapft werden, ohne dem anderen wirklich zu dienen? Wo bin ich nur mit Energiesaugern in Kontakt, wo mir genommen wird und andere dennoch nicht davon profitieren? Dann ist es wichtig, energetisch für diesen Moment eine Art Schlussstrich zu ziehen und in Liebe einen Schritt zurückzutreten. Man kann in diesem Moment sich energetisch lösen und die geistige Führung der anderen Familienmitglieder bitten, die Führung und Fürsorge für diesen Menschen zu übernehmen, weil man selbst jetzt momentan, für diesen Moment, nicht mehr sich zur Verfügung stellt, dem anderen eigene Energien abzugeben und Fürsorge zurückhält, weil diese nicht gewünscht wird.

Dies hört sich hartherzig an, ist aber auf energetischer Ebene absolut in Ordnung, denn in erster Linie bist du für dich und deinen energetischen Haushalt verantwortlich. Und wenn du spürst, dass alles gute Wollen, jeder gute Zuspruch, alle Hilfestellung nichts bringt, nicht erwünscht ist, vielleicht sogar massiv blockiert ist, dann endet – spirituell gesehen für diesen Moment – deine Fürsorgepflicht für deine Verwandten. Es kann ja sein, dass du zu einem späteren Zeitpunkt spürst: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, diesem Menschen wieder meine Hilfe anzubieten und dann tu es auch. Versuche es, aber verschleudere nicht deine Zeit und Energie, wenn du spürst, es ist nicht gewollt. Viel wichtiger ist es dann, dich um dich selbst zu kümmern und auch anderen Menschen deine Hilfe angedeihen zu lassen, wo du spürst: „Hier ist sie erwünscht. Hier werde ich vielleicht sogar gebeten darum. Denn auf energetischer Ebene ist jeder Mensch mein Bruder, meine Schwester, ist jeder Mensch ein Elternteil.“ Denn du weißt ja, dass du nur für diese Inkarnation diesen Körper gewählt hast, diese Blutsverwandtschaft gewählt hast, diesen Freundeskreis, diese Kollegenschaft, was auch immer.

In Wirklichkeit ist deine Seele ständig und immerdar verbunden mit deiner spirituellen Familie, zu der es diese intensiven Verbindungen zu jeder Zeit gibt, wenn du dich hin und wieder auf den Weg machst in deine Ursprungsheimat, in die göttliche Ebene. Dort kannst du deine Lichtgeschwister treffen und dort findet Austausch von Herz zu Herz statt, der jeden berührt, der jedem gut tut, der niemanden schwächt. Dies ist dann wie die Heimkehr in deine wahre Heimat, für kurze Zeit in einer Lichtmeditation.

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Gaby Teroerde

Gaby Teroerde arbeitet seit 2007 als Medium im deutschsprachigen Raum. Den Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet spirituelle Lebenshilfe.

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Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Danke, liebe Gaby, das ist eine sehr wertvolle Information, ist wohl gerade ein Kollektivthema. Der Blick von oben entlastet hier das Denken, den inneren Kampf in mir!
    LG von Inge

  2. Liebe Gaby
    Vielen herzlichen Dank für deinen neuen Beitrag.
    Du sprichst darin von Verwandten.
    Ist es sinnvoll diese Lösung auch zu treffen, wenn es um das eigene Kind geht. Ich liebe ihn (10 Jahre) sehr, merke aber, dass ich mich dabei komplett kaputt mache und ich mich kaum noch um mich kümmern kann. Er kämpft so sehr gegen dieses System, dass ich gar nicht mehr weiss, wie ich ihm helfen, ihn unterstützen kann. Das belastet mich und die ganze Familie sehr.
    Liebe Grüsse
    Karin

    1. Liebe Karin,
      die Durchgabe betrifft die Herkunftsfamilie oder aber auch die eigenen erwachsenen Kinder. Bei minderjährigen Kindern greifen andere Prinzipien. Ich kann Dir hier nur allgemein antworten.
      Dein Sohn hat ein Anrecht auf die Liebe, Fürsorge und Erziehung durch seine Eltern. Wenn die Erziehung schwierig wird, ist es besonders wichtig, auf die eigene Energie zu achten und sich regelmäßig Kraft zu holen. Nur wenn man selber „aufgetankt hat“ ist man in der Lage zu geben. Dieses „kümmern um sich selbst“ ist oberstes Prinzip und hat nichts mit Egoismus zu tun. Wer seine Batterien regelmäßig auflädt, ist besser in der Lage, schwierige Erziehungsphasen durchzustehen. Meditation reisst einen außerdem für kurze Zeit aus dem täglichen Trott heraus, lässt einen aufatmen und man sieht die Welt wieder mit etwas Abstand und anderen Augen.
      Gerade weil Dein Sohn soviel Aufmerksamkeit für sich beansprucht ist es ratsam, Dir diese tägliche Auszeit, (vielleicht morgens, bevor er aufwacht), zu gönnen, damit Du und die Familie nicht zu kurz kommen.

      Wenn Dich alles überfordert ist es auch legitim, Dir professionelle Unterstützung zu holen. Vielleicht gibt es Dinge, die Du nicht siehst, weil Du ihm zu nahe bist. Sei offen für alle Möglichkeiten, die sich Dir bieten, ohne schlechtes Gewissen. Du kannst nicht wissen, welche Lebensaufgabe Dein Sohn zu erfüllen hat und was zu seinem Weg gehört.

  3. Hallo und danke für diese Bestätigung. Ja, auch wenn es hart klingt, sich abzugrenzen, loszulassen und wieder um sich und sein Seelenheil zu kümmern, kann ich das in Bezug auf meine Kinder nur bestätigen. Das prüft mein Vertrauen zum Ganzen und schafft Lösungen, die durch die Verhaftungen vorher nicht möglich waren.
    Die große Schwierigkeit ist dabei nicht in Projektionen, Groll und negative Erwartungshaltung zu gehen. Stattdessen auch geistig wirklich loszulassen und Raum zu geben. Schliesslich muss jeder Schmied auch sein eigenes Werk tragen und ertragen lernen um damit umzugehen.

    Macht bitte weiter mit eurer wertvollen Arbeit! vg Alex

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