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Was Ist Spiritualität?

Was ist Spiritualität?

Solange wir uns über die sinnlich wahrnehmbare Welt unterhalten, ist die Definition von Begriffen relativ einfach. Wenn zwei Personen dasselbe Objekt, wie zum Beispiel ein Buch, betrachten, so gibt es kaum Differenzen über das, was sie sehen. Die sinnliche Wahrnehmung ist so überzeugend, dass sich die Betrachter schnell einig sind über das, was sie sehen.

Was in der Sinnenwelt so klar erscheint, wird umso komplexer, je weiter man sich in geistige Bereiche vorwagt. Was ist „Seele“ oder was ist „Geist“? Wir können uns eine Vorstellung davon machen, was damit gemeint ist, aber wir können diese Begriffe nicht mit unseren körperlichen Sinnen wahrnehmen. Deswegen ist es umso wichtiger, möglichst klare Definitionen zu finden, damit wir uns über das Hilfsmittel der Sprache über geistige Dinge austauschen können, ohne dass dabei Missverständnisse entstehen.

Das zentrale Thema dieser Website ist Spiritualität. Dieser Begriff wird sehr vielschichtig verwendet und bekommt, je nach Kontext, eine andere Bedeutung. Deswegen möchte ich hier möglichst klar beschreiben, wie wir diesen Begriff verstehen und verwenden.

Das Wort „Spiritualität“ kommt aus dem lateinischen „spiritus“ und bedeutet Geist. Der Geist bildet das Gegenstück zur Materie. Wenn wir den Menschen betrachten, so haben wir es mit einem Wesen zu tun, das gleichermaßen aus Geist und Materie besteht. Der physische Körper ist zweifellos materiell, während das diesen Körper Belebende dem Geistigen angehört. Der menschliche Geist umfasst alle Aspekte, abzüglich des fleischlichen Körpers. Es ist der Geist, welcher der Materie erst das Leben einhaucht. „Hauch“ ist die zweite Bedeutung des lateinischen Wortes „spiritus“.

Der menschliche Geist drückt sich in zwei geistigen Aktivitäten aus: dem Denken und dem Fühlen. Solange wir leben, denken und fühlen wir. Symbolisch steht der Kopf für das Denken und das Herz für das Fühlen. Beide Aspekte sind in ständiger Bewegung. Tagtäglich gehen uns hunderte Gedanken durch den Kopf und wir erleben ein breites Spektrum an angenehmen wie auch unangenehmen Gefühlen. Meistens werden diese über die Eindrücke, die wir über unsere körperlichen Sinne erhalten, ausgelöst. Wenn wir auf einen geliebten Menschen treffen, so löst das positive Gefühle in uns aus. Wenn wir ein Buch lesen, so entstehen dadurch bestimmte Gedanken in unserem Kopf, welche wiederum spezifische Gefühle zur Folge haben.

Die Auseinandersetzung mit diesen inneren Prozessen und wie man sie bewusst gestalten kann, um ein erfülltes Leben zu führen, bezeichnen wir als Spiritualität.

Dabei ist wichtig zu beachten, dass es immer um innere Prozesse im Individuum geht. Nach unserer Definition von Spiritualität beschäftigen sich also spirituelle Menschen damit, das Denken und Fühlen zu optimieren, um ihre geistige Entwicklung zu fördern.

Hier liegt die deutliche Abgrenzung zu allen Formen von Magie, die versucht, mit Hilfe von geistigen Kräften äußere Umstände bzw. Objekte zu beeinflussen. Magische Praktiken werden meist dazu benutzt, den Egowillen durchzusetzen. Dabei kommt es zum Missbrauch geistiger Kräfte, ohne jeglichen Nutzen für die seelische Entwicklung. Aus diesen Gründen hat Magie in unserem persönlichen Werdegang und in unserer Arbeit mit Menschen keinen Platz.

Auch sind äußere paranormale Phänomene wie zum Beispiel Kornkreise, Orbs, freie Energie und Ufos nicht zur Spiritualität zu zählen, da sie sich außerhalb des Menschen abspielen. Diese Phänomene dienen aus spiritueller Sicht lediglich als Einstieg in übersinnliche Bereiche. Der bisher rein materiell orientierte Mensch stößt durch unerklärliche Themenbereiche an innere Grenzen und ist gefordert, bisherige Denkansätze zu hinterfragen. Dadurch öffnet sich ihm der Zugang zu immateriellen Bereichen.

Wer sich nun aber ausschließlich und übermäßig mit diesen spannenden äußeren Phänomenen beschäftigt, läuft Gefahr, sich selbst zunehmend aus den Augen zu verlieren. Dadurch bleibt das Wesentliche, seine eigene spirituelle Entwicklung, auf der Strecke. Um dies zu vermeiden, gilt es, den Fokus immer wieder auf sich selbst zu richten und sich zu fragen: „Was kann ich tun, um auf meinem Seelenweg voran zu schreiten? Was bringt mich wirklich weiter? Welche Blockaden gilt es, in mir zu lösen? Wie kann ich mich noch besser auf das Licht- und Liebevolle ausrichten, um mir und somit auch allen anderen Wesen um mich herum zu dienen?“

Spirituell an sich zu arbeiten ist das Streben nach Selbsterkenntnis, das Finden der wahren Bestimmung und die Entfaltung des eigenen Potentials.

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Siegfried Trebuch

Siegfried Trebuch gehört keiner Religion oder Tradition an. Er studierte Physik, Politikwissenschaft und Soziologie. Nach einem einschneidenden spirituellen Erlebnis im Jahre 1990 veränderte sich sein Leben grundlegend.

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Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Die spirituelle Entwicklung beginnt da, wo man erkennt, dass man inkarniert, um sich im Bewusstsein zu entwickeln. Die Bewusstseinsentwicklung beginnt mit der ersten Inkarnation, die Ken Wilber archaische Stufe nennt; sie ist durch den Schamanenkult gekennzeichnet, der mit der spirituellen Entwicklung – der höchsten Stufe der Bewusstseinsentwicklung – nichts zu tun hat, aber den Erstinkarnierten befriedigt.
    Das nur zur Ergänzung.

    1. Werter Herr Wegner,
      Sie haben ja großes Wissen über diese Dinge. Nun ja, ich habe keinen Dr.-Titel, vielleicht klopft mein Herz deshalb so sehr, weil es sich gerade mit dem Intellekt anlegt. Ich finde Spiritualität und zwar wahre Spiritualität hat sehr viel mit Liebe zu tun!! Was würden sonst „einfache“ Menschen tun? Das wäre eine große Ungerechtigkeit. Wenngleich Ihre Ausführungen für „spirituell Fortgeschrittene“ durchaus wertvoll sind. Mir kommt das manchmal einbisschen wie „Wortklauberei“ vor.
      Darum ist eben alles Definitionssache :) Wie es Siegfried sehr treffend und vor allem für alle Menschen gut verständlich erläutert. Darum schätze ich seine Beiträge sehr. Weil sie wissenschaftlich, intelligent untermauert sind und doch für eine „breite Masse“ zu er- bzw. greifen. Etwas zu wissen ist die eine Sache, etwas zu vermitteln die andere. Bibel hin oder her (weil ja so viele spirituelle Menschen da ein Problem haben könnten) heißt es nicht im Korintherbrief u.a. ……….“und wenn ich weissagen könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also dass ich Berge versetzte und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.“
      Das ist nämlich der Unterschied zwischen Wissen und Weisheit. Weil Weisheit was mit dem Herzen zu tun hat. Darum finde ich auch Siegfrieds Artikel so gut, weil er auf die „Manipulation“ anspricht……. wissen ohne Liebe ist sogar gefährlich, das ist ja der Kasus-Knaktus an der Dualität. Und jetzt geht es eben darum, dass nur HERZ und VERSTAND im Team Vereinigung „der Welten“ bringen kann, den „Himmel auf Erden“. Erfahrung ist das eine und IMMER indivuell, deshalb Definition das andere, was dann Miss-VERSTÄNDnisse bringt. Die gibts nur im Kopf, nicht in den Herzen.

      1. Liebe Karin,
        natürlich geht die spirituelle Entwicklung ohne Liebe nicht, denn jeder Mensch ist Gott-Vater (der Planende – im Gehirn), Gott-Sohn (der Liebende – im Herzen) und Gott-Heiliger Geist (der Ausführende- im Geschlechtsorgan, siehe Beschneidung in der jüdischen Religion), bei den meisten Menschen jedoch noch weitgehend unentwickelt. Diese Dreiteilung des menschlichen Geistes (Bewusstseins) findet man auch im Buddhismus.
        Übrigens bin ich kein Dr., sondern nur ein Dipl. und wie mir viele sagen, schreibe und spreche ich verständlich ohne schwer verständliche Ausführungen; ich bin Leiter des Zentums für Bewusstseinsentwicklung in Sachsen-Anhalt, das von keiner Religion ausgeht, sondern von der spirituellen Erkenntnis, die jeder erlangen kann.

  2. Lieber Friedhelm, liebe Karin,
    ist es wirklich wichtig ob Dr., Dipl. oder Leiter eines Zentrums? Ist es nicht unser Ego, dass sich mit diesen Dingen Kompetenz erwerben möchte? Oder eigene Unsicherheiten, die damit überspielt werden? Für andere wiederum kann es ein Thema sein, dass sie selbst das nicht erreicht haben – warum sonst triggert es und ruft eine Reaktion herbei? Beides ist menschlich. Ich finde mich darin auch wieder. Danke euch dafür.
    Müssen wir uns für unseren Entwicklungsstand rechtfertigen? Oder für den von uns gewählten Weg? Jeder hat sein Köfferchen gepackt und ent-wickelt sich nach seinem eigenen Seelenplan, oder? Austausch ist toll ! Schön, dass es Euch gibt ♥
    HerzLicht, Heike

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