skip to Main Content

Ab sofort 10% Weihnachtsrabatt auf alle Produkte inklusive mediale Beratungen! Zum Shop > Ausblenden

Lebensaufgabe und Beruf

Bevor sich eine Seele für ein Leben in menschlicher Form auf dieser Welt entscheidet, überlegt sie sich gut, welche Erfahrungen sie machen will. Das menschliche Leben eröffnet ihr ein gewaltiges Entwicklungspotential. Daher sucht sie nach Wegen, wie sie dieses optimal nützen kann. Die Lebensumstände werden sehr genau geplant. Will ich als Frau oder als Mann leben? Welche Sehnsüchte und Talente bekomme ich mit? Welche Seelen wähle ich als meine Eltern und warum? Wer sind meine Geschwister? Dabei wird sogar der passende Platz in der Reihenfolge der Geschwister berücksichtigt, denn Erstgeborene sind mit anderen Themen konfrontiert als Sandwichkinder oder Letztgeborene.

Grundlegende Rahmenbedingungen werden schon vor der Geburt in der geistigen Welt festgelegt, um der Seele möglichst ideale Entwicklungsvoraussetzungen zu schaffen. Eine der wichtigsten davon ist die Lebensaufgabe. In ihr wird definiert, welches große Seelenthema in der kommenden Inkarnation bearbeitet werden soll. Es variiert ganz stark von Mensch zu Mensch. Ein solches Thema kann zum Beispiel sein, mehr Selbstliebe zu entwickeln, seine eigene Größe zu entdecken oder endlich aus dem Spiel von Macht und Ohnmacht, Opfer und Täter auszubrechen. Die Begrenztheit des Menschseins auf der physischen Ebene ermöglicht es der Seele, an diesen Themen effektiv zu arbeiten. In der geistigen Welt könnte sie diese Erfahrungen auf Grund der anderen Gegebenheiten nicht machen.

Teil des Menschseins ist es, dass wir uns nicht mehr an diesen Plan erinnern können, den wir vor unserer Geburt geschmiedet haben. Das ist Teil des Programms. Erst das Vergessen hilft uns dabei, uns auf die Suche nach uns selbst zu begeben. Würden wir schon alles wissen, wären wir nicht gefordert zu suchen und somit gäbe es keinen Fortschritt. Schon sehr früh beginnen wir damit herauszufinden, was wir mögen und was nicht. Lieblingsfarbe, Lieblingsspeise, Lieblingsspiel und so weiter. Schon im Kindesalter sind wir ständig mit Selbstfindung beschäftigt. In der Jugend kommt der Punkt, an dem wir Ausbildungsentscheidungen treffen müssen. Hier werden die Weichen für das weitere Leben gestellt. Ist die Ausbildung abgeschlossen, ergreifen wir einen Beruf unserer Wahl.

In unserer spirituellen Arbeit mit Menschen stellen wir häufig fest, dass Lebensaufgabe und Beruf gleichgesetzt werden. Sie stehen zwar manchmal eng miteinander in Beziehung, sind jedoch nicht das Gleiche. Der Beruf ist die Tätigkeit, mit der wir unsere Rolle in der Gemeinschaft erfüllen und das Geld für unseren Lebensunterhalt verdienen. Die Lebensaufgabe bezieht sich hingegen auf den großen Entwicklungsschritt, den unsere Seele machen will. Dieser kann völlig unabhängig vom konkreten Beruf sein. Den Aspekt Nächstenliebe können wir zum Beispiel als Lehrer, Arzt oder genau so als Hausfrau oder Verkäuferin üben. Es kommt weniger darauf an was wir tun, sondern vielmehr darauf wie wir es tun. Die innere Haltung, mit der wir unsere berufliche Tätigkeit ausüben ist entscheidend dafür, wie sie sich auf unsere seelische Entwicklung auswirkt. Der Seele ist es im Grunde egal, was wir tun, Hauptsache es dient ihrer Entfaltung.

Endlich glücklich!
Wegweiser in ein erfülltes Leben

Häufig kommt es vor, dass wir einen Beruf ausführen, in dem wir uns nicht wohl fühlen. Bedeutet das dann, dass wir an unserer Lebensaufgabe vorbei leben? Das kann sein, muss aber nicht sein. Wenn uns der Beruf sehr fordert, der Umgang mit dem Vorgesetzten schwierig ist, dann können genau das die Reibungsflächen sein, an denen wir uns am besten entwickeln können. Tief im Inneren spüren wir, dass es schon der richtige Beruf ist. Die damit verbundenen Herausforderungen helfen uns lediglich dabei, den Charakter zu formen. In so einer beruflichen Situation brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, an der Lebensaufgabe vorbei zu leben.

Eine besondere Rolle spielen spirituelle Berufe. Gerade wenn man Spiritualität für sich entdeckt hat, kann es sein, dass einem die bisherige berufliche Tätigkeit banal erscheint. Dann entsteht der Wunsch, selber in den spirituellen Bereich zu gehen. Man fragt sich, ob es nicht mehr im Sinne der eigenen geistigen Entwicklung wäre, von nun an alles das, was man selber gerade entdeckt, weiter zu geben in Form einer dienenden Aufgabe an anderen. Wenn es der Lebensplan vorsieht, einen spirituellen Dienst an den Menschen auszuüben, dann wird man diesen Weckruf nicht überhören. Es drängt einen förmlich dazu, seine Talente zu leben, die sich vielleicht erst in der Mitte des Lebens gezeigt haben. Nicht für jeden ist es jedoch der vorgesehene Weg, als spiritueller Lehrer, Medium oder Heiler zu arbeiten und daraus seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Hier ist es wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein und sich zu fragen: Ist es wirklich mein Weg, hauptberuflich im Bereich der Spiritualität tätig zu sein oder kann ich meine inneren Erkenntnisse nicht auch in meinem bisherigen Beruf einbringen?

Es ist nicht notwendig, seinen Beruf zu verlassen, um seine Lebensaufgabe zu leben. Wir können an dem Platz, an dem wir sind mehr Licht in diese Welt bringen. Eine Lehrerin hat dann durch ihre innere Haltung einen liebevollen sanften Einfluss auf ihre Schüler, ein Manager ist zum Beispiel in der Lage, durch seine innere Stabilität Ruhe auszustrahlen, wenn alles rund herum in Hektik ausbricht. Wem hat nicht schon eine freundliche Verkäuferin an der Supermarktkasse durch ihre sonnige Art den Tag verschönert? All das sind Wege, wie Spiritualität im Alltag gelebt werden kann. Nicht offensichtlich plakativ, sondern subtil und sanft.

Unsere innere Stimme weist uns unmissverständlich darauf hin, ob wir gut auf unserem Lebensweg unterwegs sind oder nicht. Wenn uns der Beruf nur mehr nervt und langweilt und wir das Gefühl haben, bloß unsere Zeit zu verschwenden, dann ist das ein untrügliches Signal, dass Veränderung ansteht. Die Seele erkennt hier kein Potential zur Reifung mehr. Sie möchte voranschreiten und braucht dazu neue Aufgaben. Spätestens dann wird es Zeit, seine berufliche Situation zu überdenken und nach neuen Wegen zu suchen.

Genau so deutlich spüren wir, wenn wir unsere Seelenaufgabe im Beruf leben. Dann fühlt es sich richtig an. Wir erleben Erfüllung und Freude bei dem, was wir tun. Herausforderungen werden auch dann nicht ausbleiben. Wir werden aber immer genug Kraft haben, um sie zu bewältigen und dadurch noch mehr zu wachsen.

Siegfried Trebuch

Siegfried Trebuch gehört keiner Religion oder spirituellen Tradition an. Nach einem einschneidenden inneren Erlebnis veränderte sich sein Leben grundlegend. Er entdeckte eine Kraft in sich, die ihm dabei half, Frieden und Erfüllung zu finden. Seine Erkenntnis: Jeder Mensch trägt dieses schlummernde Potential positiver Energie in sich. Wer lernt, diese Kraftquelle zu erschließen, wird in der Lage sein, dauerhaft ein Leben in Glück und Freiheit zu führen.

Das könnte Sie auch interessieren
Dieser Beitrag hat 7 Kommentare
  1. „Lebensaufgabe und Beruf“ ist ein klarer und sehr schöner Beitrag, der uns hilft, die Lebensaufgabe und den Beruf aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und besser zu verstehen. Vielen herzlichen Dank dafür, Siegfried Trebuch!

    Einen Punkt möchte ich aus persönlicher Erfahrung zu diesem Thema ansprechen. Auch ich glaube daran, dass unsere innere Haltung zu unserer Tätigkeit, ja zu allem, was uns im Leben begegnet, eine große Rolle spielt. Gleichzeitig habe ich jedoch auch die Grenzen dieser Sichtweise erfahren und Folgendes erlebt: Nach vier Jahren Auslandsaufenthalt in Japan und Abschluss mit Doktortitel an einer der besten Unis des Landes, folgten *fünf Jahre* einer völligen beruflichen Sackgasse, nachdem ich wieder in Deutschland war. Hartz IV trotz höchstem Bildungsabschluss oder befristete Teilzeitjobs „ganz unten“ (mit polnischen Aushilfen auf dem Acker), und kein Ende der Tristesse war in Sicht. Und dies trotz aktiven Handelns im Außen und Innen (200 Bewerbungen, Fortbildungen, Praktika, Gebet und täglicher Meditation).

    Lieber Siegfried, ob Du es glaubst oder nicht, ich habe wirklich ALLES gegeben und fast nichts erreicht, so viele Jahre lang. Und so wäre es womöglich heute noch.

    Seit knapp drei Jahren bin ich nun zurück in Japan, nach Fukushima (und den weiterhin ständigen Erdbeben) hier keine leichte Entscheidung. Nun geht es beruflich jedoch Stück für Stück immer weiter bergauf. Ich darf endlich an Universitäten als Dozent arbeiten und über die Verbindung von Natur und Kultur lehren. Noch sind es Lehraufträge in Teilzeit, aber 2019 wird es eine Vollzeitstelle. Die Zusage kam diesen Sommer. In Japan haben mir trotz der sprachlichen und kulturellen Hürden viele Menschen sehr geholfen. Es geht mir in diesem Kommentar jedoch nicht darum, ein Land besser als das andere darzustellen. Worauf ich hinaus möchte, ist, dass ich mit derselben inneren Haltung und demselben Fleiß hier viel mehr erreicht habe, in viel kürzerer Zeit. Das hat mir gezeigt, dass das in spirituellen Kreisen so beliebte „Alles liegt nur an deiner inneren Einstellung“ nur ein Teil der Wahrheit ist. Es kann nämlich sehr verletzend sein, so etwas gesagt zu bekommen, wenn man alles gibt, aber im Außen gegen Mauern läuft, für die eigentlich niemand die Gründe wirklich erklären kann.

    Normalerweise breite ich mein Leben nicht in der Öffentlichkeit aus. Diesmal mache ich eine Ausnahme, weil ich diesen Punkt für sehr wichtig halte. Die *innere Haltung* bedeutet sehr viel, doch gleichzeitig gibt es *gesellschaftliche Haltungen* und *berufliche Umstände*, die unüberwindbar sein können. Wer das ggf. nicht erkennt, kann an sich selbst verzweifeln. Mir wäre das fast passiert. Ich möchte Lesern, die evtl. Ähnliches erleben, Mut machen, sich nicht schuldig für das Scheitern zu fühlen und nicht zu glauben, es läge hauptsächlich an der eigenen, mangelhaften inneren Einstellung. Das kann so sein, aber es ist nicht immer der Fall. Gemäß dem Motto „Ausnahmen bestätigen die Regel“ muss man manchmal im Außen etwas verändern, um innerlich wachsen und glücklich werden zu können.

    1. Lieber Lorenz,

      vielen Dank für die tiefen Einblicke in Dein persönliches Leben. Inneres und äußeres Leben stehen immer in Wechselbeziehung. Aus unserer jahrelangen Arbeit mit Menschen wissen wir, dass jede Seele andere Erfahrungen braucht, um voran zu kommen. Für die eine ist es hilfreich, äußere Stagnation zu erleben, damit ein innerer Durchbruch geschehen kann, eine andere wiederum braucht heftige Erlebnisse im Außen. Der Lebensweg entfaltet sich durch zwei Komponenten: Erstens, dem Willen des höheren Selbst und zweitens dem Willen des Ich. Es geschieht nicht immer das, was das Ich will. Das kann nur dann eintreten, wenn es im Einklang mit dem Willen des höheren Selbstes ist. Es bestimmt letztendlich, wann die Zeit für den nächsten Schritt reif ist. Das Leben läuft am rundesten, wenn man ein Gespür für den Willen des höheren Selbst entwickelt und ihm dann folgt, wohl wissend, dass es immer das Beste ist, auch wenn es das Ich nicht immer sofort erfassen kann.

      1. Lieber Siegfried,

        danke vielmals für deine Antwort und die Erläuterungen zum Willen des „höheren Selbst“ und des „Ich.“
        Das ist mir nicht vollkommen neu und leuchtet mir als Konzept auch ein. Aber inwiefern nimmt es konkret Bezug auf meine o.g. Geschichte? Man könnte evtl. sagen, mein höheres Selbst wollte, dass ich nicht in Deutschland, sondern in Japan vorankomme, und deshalb kam es nicht zum beruflichen Erfolg in Deutschland?
        Ist ja möglicherweise so, doch es erklärt immer noch nicht ganz, weshalb ich in Deutschland bei Hartz IV bleibe, aber in Japan an der Universität Karriere machen kann – und Japan ist nicht „irgendein“ Land, sondern wohlgemerkt gerade auf Platz 2 in der Pisa-Studie zum internationalen Bildungsvergleich gerückt, während Deutschland auf Platz 16 abgesackt ist. Will heißen: in einem Land, das insgesamt höchste Ansprüche an Bildung und Leistung stellt, komme ich beruflich besser voran als in meinem Heimatland, das auch hohe, aber etwas niedrigere Messlatten anlegt. Wie erklärst Du das? Ist doch irgendwie recht merkwürdig.

        Herzliche Grüße

        Lorenz
        P.S. Eure „Weisheitssprüche“ per E-Mail sind wirklich inspirierend und sehr schön zu lesen. Dankeschön!

      2. Lieber Lorenz,
        hast Du schon einmal daran gedacht, das Ganze aus einer übergeordneten Sicht zu betrachten? Ich erkenne hier zwei Themen.
        Zum einen sagt uns die geistige Welt, dass wir inkarniert sind, um Erfahrungen zu machen und um uns zu entwickeln. Du bist durch eine harte Schule gegangen, hast aber doch lernen dürfen, dass Du an Dich und Deine Kompetenz glauben darfst. Egal was das Umfeld Dir aufzeigt. Du hattest die Wahl zu resignieren, Dich wie ein Versager zu fühlen oder aber auch die Wahl, weiterhin an Dich zu glauben und in Deine innere Größe zu gelangen.
        Zum anderen ist es so, dass man kein einzelnes Leben losgelöst von anderen betrachten kann. Wir inkarnieren in ein Netzwerk von Beziehungen, das wichtig für die persönliche Entwicklung und auch für die Entwicklung von unseren Mitgeschöpfen ist.
        Wenn man trotz harten Einsatzes das Gefühl hat, dass nichts weiter geht, dann sollte man sich fragen, was man da denn vielleicht nicht so ernst und wichtig nimmt, was aber gelebt werden möchte. Unsere Sehnsüchte sind wichtige Anzeiger für unseren Lebensweg. Sie bedienen sich der leisen Stimme im Herzen, die man so leicht überhören kann.
        Dein Bezug zu Japan scheint ganz wichtig für dieses Leben zu sein, hier kannst Du geben und lernen. In Japan will etwas gelebt und erfahren werden. Hier sind auch die Menschen, denen Deine Seele begegnen wollte, um deren Leben zu berühren.
        Wahrscheinlich hat es einige Überwindung gekostet, um in Japan Fuß zu fassen. Dein Verstand hat hier vielleicht eher das Land mit den höchsten Anforderungen gesehen, wo vielleicht „die Vernunft“ abgeraten hat. Dein Herz hingegen hat es schon längst dort hin gezogen. Und letztendlich hat es Recht behalten.
        Ich erlebe immer wieder in der Arbeit mit Menschen, dass es in Einzelfällen ganz wichtig sein kann, WO man seinen Lebensweg verfolgt. Das Energiefeld eines Landes hat Einfluss auf die Bewohner und so wirst Du, wenn Du achtsam bist, erfühlen können, was in diesem speziellen Land für Dich auf seelischer Ebene zu „holen“ ist. Was gibt es in der japanischen Kultur und im menschlichen Miteinander, was Du in Deutschland nicht erfahren hättest? Schau Dir auch Deine Schüler und Deinen Freundeskreis genauer an. Diese Menschen kennst Du wahrscheinlich schon länger…

    2. Ich bin fast zu Tränen gerührt. Mein Weg durch das Leben war, ist ganz anders als gewohnt. Oft wurde mir nachgestellt, nicht genug zu geben, was absolut nicht der Fall ist, ob spirituell oder im Alltag. Bis heute ist es beleidigend, was ich von Freunden höre vielleicht immer noch auf dem falschen Weg zu wandeln. Doch ich bin total richtig, egal wie schmerzhaft und anstrengend mein Leben noch ist. Ich habe dankbar viel gelernt und bin in Eigenakzeptanz und Liebe gewachsen. Danke für deine Mitteilung, herzlichen Dank.

  2. Ihr Lieben,
    sehr interessantes Thema! Spannende und sehr vielschichtige Erläuterung.
    Ich konnte sehr viel für mich mitnehmen. Vielen lieben Dank!
    Ich bin gebürtige Polin und lebe seit 30 Jahren sehr glücklich in Österreich meiner Wahlheimat. Hier konnte ich mich mehrseitig verwirklichen. In Polen war das aus mir unbekannten Gründen nicht möglich.
    Fühle mich sehr wohl in Österreich- Energiefeld im Gegenteil zu dem Energiefeld meines Landes- Polen. Bin als systematische Aufstellerin auf die Energiefelder sehr sensibilisiert. Soviel zu mir.
    Mein Sohn Lorenz lebt in einer sehr glücklichen Beziehung mit Österreicherin die japanische Sprache studiert hat und sich enorm stark zu Japan hingezogen fühlt!!
    Sie studiert jetzt zusätzlich noch was in die wirtschaftliche Richtung um die zwei Ansätze zu kombinieren und dann den passenden Beruf ausüben. Das funktioniert nicht. Sie fühlt sich ständig müde und verliert die Motivation. Nach wie vor ist das Hauptthema: Japan, Leichtigkeit, Kreativität, die Menschen etc. Sie war auch schon mehrere Male in Japan und erzählte immer mit einer Begeisterung von dem Land und den Menschen. Wohin sich das alles entwickelt weiss momentan noch niemand.
    Mir war die Geschichte von Hr. Dr. Poggendorf und die Impulse von Dir liebe Gaby sehr hilfreich und ich hoffe ich kann sie weiter an meine zukünftige Schwiegertochter geben. Deine Impulse lieber Siegfried äußere Stagnation und der innere Druck der letztendlich zu der wahren Entscheidung führen könnte, fühlt sich für mich auch sehr stimmig. Ich sehe es ähnlich bei der Schwiegertochter.Ich denke sie will nach Japan aber traut sich noch nicht. Es stagniert. Eine Entscheidung steht an.
    GLG
    Joanna Paulus

  3. Liebe Gaby, liebe Joanna,

    vielen Dank für eure herzlichen und interessanten Erläuterungen!

    Zunächst liebe Gaby, danke für den erweiterten Blickwinkel! Der Bezug zu Japan ist tatsächlich ganz wichtig und wärt schon lange. Anfangs hat mich Japan gar nicht interessiert, aber „es“ kam schrittweise in mein Leben. Noch vor dem Studium in Deutschland lernte ich meine jetzige Frau (Japanerin) kennen und ging zunächst als gelernter Gärtner nach Japan, um dort im Garten- und Landschaftsbau die Grundlagen japanischer Gartenkunst zu erlernen.

    Allerdings haben die harten Jahre 2008-2013 in Deutschland leider auch meiner Ehe Risse verliehen, die bis heute nicht geheilt sind. Auch wenn sich die Ehekrise von damals beruhigt hat. Ich konnte mich zudem nach der Katastrophe in Fukushima nur sehr schwer für die Rückkehr nach Japan entscheiden. Diese Entscheidung war absolut richtig, aber die Angst vor den Erdbeben habe ich noch immer nicht überwunden. Man lebt wie auf einem Pulverfass.

    In Japan jetzt doch noch erfolgreich zu sein, hat sicherlich, liebe Gaby, auch mit dem Energiefeld des Landes und seiner Kultur zu tun. Das hast Du sehr treffend benannt. Tendenziell trifft man eher auf feinfühlige Menschen als in Deutschland (nicht unbedingt im spirituellen Sinne, das sie ein höheres Bewusstsein hätten, aber vom Herzen her, sind viele sehr einfühlsam, und in der Kommunikation so sympathisch, und ich glaube, das liegt mir sehr). Also komme ich mit fast allen Japanern gut zurecht. Abgesehen davon mag ich vieles an der japanischen Kultur insgesamt sehr.

    Liebe Joanna, ich finde es sehr bezeichnend, dass Du einen Sohn hast, der Lorenz heißt, genau wie ich, denn als Vorname kommt dies eher selten vor. Dann a), dass Du auch gerne und erfolgreich im Ausland lebst und b) die Verbindung zu Japan über Deine zukünftige Schwiegertochter. Ist schon eine ganze Menge, oder?

    Wenn die Schwiegertochter die japanische Sprache studiert hat, verfügt sie über eine sehr gute Grundlage, nach Japan zu gehen. Aber was ist mit Deinem Sohn Lorenz, würde der mitkommen wollen? Und dann stünde natürlich auch hier die eher schwierige Jobsuche an. Aber mit viel Einsatz, Umsicht und Zuverlässigkeit – das wird hier noch belohnt – ist es möglich, in Japan erfolgreich zu sein. Deine Schwiegertochter kann, falls sie es möchte, sich immer bei mir melden, wenn sie Fragen zu Japan hat (E-Mail: poggendorf@outlook.jp). Wahrscheinlich weiß sie aber selbst schon eine ganze Menge, wenn sie bereits mehrmals hier gewesen ist.

    Zum Abschluss noch:
    „Hier sind auch die Menschen, denen Deine Seele begegnen wollte, um deren Leben zu berühren.“ Danke, liebe Gaby, für diesen wundervollen Satz! Das ist wohl die beste Antwort auf meine Frage nach dem „warum“, die ich bislang erhalten habe.
    Vielen Dank!

    Ganz herzliche Grüße euch aus der Ferne
    von
    Lorenz

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top

Mit einem Freund teilen