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Flüchtlingskrise: Wohin mit der Angst?

Vor kurzem hat uns folgender Erfahrungsbericht einer Leserin aus München erreicht:

Liebe Gaby, lieber Siegfried,

Ich schreibe euch jetzt mal, wie es mir als gebürtige Münchnerin gerade geht. München hat sich in den vergangenen 4 Wochen massiv verwandelt. Mein subjektives Gefühl ist sogar gerade so, also ob ich meine Heimat ein Stück weit verlieren würde. Mein ganzes Leben lang war ich wahnsinnig gerne mit Menschen aus anderen Kulturen zusammen, bin viel und lange auf anderen Kontinenten mit dem Rucksack herumgereist, habe mit den Menschen interessante und bereichernde Gespräche und Begegnungen gehabt. Solche interkulturellen Begegnungen waren mir immer sehr wichtig. Aber jetzt, seit der Flüchtlingssschwemme, fühle ich mich richtig überfremdet angesichts der Massen von muslimischen jungen Männern, die nun plötzlich, quasi wie über Nacht, überall im Zentrum von München auf den Strassen unterwegs sind.

Früher hatte ich das Gefühl mich überall in der Stadt frei bewegen zu können, bin Nachts allein durch den Park geradelt, allein Nachts auf der Strasse gelaufen, ohne Angst zu haben, dass mir etwas zustoßen könnte. Das ist jetzt anders. Und ich fürchte mich davor, dass es hier in Zukunft für alle recht schwierig werden könnte, weil die Gewalt zunimmt. Für die Flüchtlinge, die eingepfercht sind in Turnhallen, Schwimmbädern und Zelten und sich in der kalten Jahreszeit dann nicht mehr aus dem Weg gehen können, und für uns Einheimische, an denen der Frust dann möglicherweise auch ausgelassen wird.

Als ich vor ein paar Wochen spätabends mit der U-Bahn nach Hause fuhr – im Waggon waren etwa 50% Flüchtlinge – habe ich zum allerersten Mal in meinem Leben erlebt, dass jemand (ein arabisch sprechender Mann) im fahrenden Waggon geraucht hat. Ein anderer der nebenan saß, hatte die Füsse auf die Sitze gelegt. Niemand der Anwesenden hat etwas dazu gesagt, auch ich nicht. Es herrscht eine große Unsicherheit wie wir mit dieser neuen Situation umgehen sollen. Inzwischen ist es sogar schon so, dass ich Nachts Herzklopfen bekomme, wenn ich bei Dunkelheit auf der Strasse oder im U-Bahn Ausgang alleine unter Flüchtlingen bin, die Nachts meist in kleinen Gruppen unterwegs und zu 100% männlich sind. Und die auch oft nicht besonders freundlich dreinschauen. Klar.

Mein Problem ist, dass ich gerade sehr schwer auseinander halten kann, welcher Teil dieser Angst und Panik mein eigener Anteil ist, den es noch anzuschauen und anzunehmen gilt, und welcher Anteil davon eine gesunde Angst ist die zum Beispiel sagt: „es ist wichtig jetzt Nachts vorsichtiger zu sein“ oder „ziehe weg aus der Stadt – das ist bald kein guter Ort mehr zum Leben“.

Nach meinem Empfinden haben gerade viele Menschen hier ähnliche Probleme, die reichen von völliger Panik bis zum totalen ignorieren der Situation.

Ganz liebe Grüße aus München

Die aktuelle Flüchtlingskrise löst bei vielen Menschen große Ängste aus. Bisher haben sich die Konflikte und Kriege in fernen Ländern abgespielt. Jetzt erleben wir deren Auswirkungen direkt vor unseren Haustüren. Deutschland hat sich verändert. Der Wind globaler Krisen ist jetzt auch hierzulande spürbar. In diesem Beitrag möchte ich nicht auf die Ursachen oder mögliche Lösungen der Flüchtlingskrise eingehen.  Mir geht es vielmehr um den spirituellen Aspekt, vor allem um den Umgang mit den damit verbundenen Ängsten.

Zeiten der Krise sind Zeiten der Prüfung. Jetzt zeigt sich, wer sein Haus auf Sand und wer es auf Fels gebaut hat. Viele spirituell interessierte Menschen denken, die Beschäftigung mit Spiritualität diene allein dazu, das Leben etwas angenehmer zu gestalten, als Teil der Wellness, sozusagen. Diese Art von „Schönwetterspiritualität“ ist für den Menschen dann ein „nice to have“, aber kein „must have“.

Wer hingegen die Bedeutung von echter Spiritualität erkannt hat weiß, dass sie keine Nebensächlichkeit ist, sondern die zentrale Säule im Leben darstellen sollte. Sie ist es, die letztendlich trägt, wenn alles andere wegbricht. Damit sie das leisten kann, muss sie allerdings erst einmal aufgebaut und stabilisiert werden. Wer sich durch Hinterfragen der Dinge zu einer spirituellen Weltsicht durchgerungen und sich mit Hilfe effektiver Meditation in seiner Mitte verankert hat, der kann in Gelassenheit das Drama der Welt an sich vorüberziehen lassen. Dem spirituellen Menschen ist bewusst, dass die Quelle von Zuversicht und Kraft in ihm selbst zu finden ist und er damit jede Angst bewältigen kann.

Aber wie erreicht man diesen erstrebenswerten Zustand konkret? In meinem Beitrag Der Gefühlskompass habe ich beschrieben, wie die feinstoffliche Welt über tiefliegende Gefühle mit uns kommuniziert und uns die Richtung im Leben zeigt. Gefühle haben viele Namen, sie lassen sich jedoch in zwei große Gruppen einteilen: In positive und in negative Gefühle. Wenn wir glücklich sind, erleben wir überwiegend positive Gefühle. Wenn es uns schlecht geht, überwiegen die negativen Gefühle.

Derzeit schwappt eine Welle von Angstenergie über Deutschland und weite Teile Europas, ausgelöst durch die nicht enden wollenden Flüchtlingsströme. Ein äußeres Ereignis weckt in unserem Inneren das negative Gefühl der Angst. Ein Gefühl, das wir so schnell wie möglich wieder los werden wollen. Aber wie sollten wir das anstellen? Die Standardlösung besteht darin, die Situation im Außen zu verändern. Wenn der Auslöser der Angst verschwindet, verschwindet auch wieder die damit verbundene Angst. Dann wäre wieder alles gut, oder?

Deswegen wird der Ruf an die Politik, endlich zu handeln, immer lauter. Die meisten Menschen sind wie Nussschalen auf dem Ozean. Mal werden sie vom Sturm in die eine Richtung getrieben, mal in die andere. Sie sind den äußeren Umständen hilflos ausgeliefert und dauernd damit beschäftigt, diese zu ändern, damit sie sich wieder besser fühlen können. Der spirituelle Mensch kennt jedoch einen viel besseren Weg. Er hat gelernt, sein Seelenleben bewusst wahr zu nehmen und mit den Seelenkräften aktiv zu arbeiten. Er weiß, dass er seinen inneren Ängsten begegnen und sie auflösen kann. Er weiß, wie er das Ruder selbst in die Hand nehmen kann, um wenn notwendig, auch mal gegen die Strömung zu steuern.

Der spirituelle Mensch wartet nicht, bis die Politik sein Angstproblem gelöst hat. Stattdessen ist er sich dessen bewusst, dass er seine Gefühlswelt selbst gestalten kann. Er sieht den äußeren Anlass als Chance und sagt sich: „Die Flüchtlingskrise löst in mir schlummernde Ängste aus. Das ist gut, denn jetzt nehme ich sie bewusst wahr und kann sie auflösen, was mich in meiner seelischen Entwicklung wieder einen großen Schritt voran bringt.“

Anstatt in Angststarre zu verfallen, zündet er eine Kerze an, setzt sich hin und beginnt sich innerlich mit den Kräften des Lichts und der positiven Energien zu verbinden. Wenn er darin geübt ist, stellt er in wenigen Minuten fest, wie positive Gefühle die Dunkelheit der Angst durchdringen und sie auflösen. Es ist wie mit einem dunklen Raum, in dem der Lichtschalter angeknipst wird. Die beklemmende Angst verschwindet, während sich Zuversicht, Kraft und innerer Friede breit machen. Der spirituelle Mensch weiß, dass er jederzeit Zugang zu dieser Kraftquelle hat. Es ist nur eine Frage der inneren Entscheidung. Durch regelmäßiges inneres Auftanken dieses positiven Kraftstoffes dreht er seinen energetischen Zustand um 180° aus dem deprimierenden Bereich wieder in den sich gut anfühlenden zuversichtlichen Bereich.

An der äußeren Situation hat sich erstmals nichts geändert, aber innerlich fühlt er sich wie neu geboren. Er hat jetzt die Kraft und das Vertrauen, hinaus zu gehen in die Welt und ganz nach seinen Möglichkeiten die Fülle seiner positiven Energie einzubringen, um die Außenwelt ein kleines Bisschen besser zu machen. Seine erste Verantwortung gilt jedoch seinem eigenen seelischen Zustand. Erst an zweiter Stelle kommt das Wirken im Außen. Von welchem positiven Nutzen könnte er sein, wenn er innerlich von Angst erfüllt ist? Er möchte sich freudvoll, stark und zuversichtlich fühlen. Aus diesem Empfinden heraus kann sein Wirken in der Welt seine positive Kraft entfalten. So ist der wahre spirituelle Mensch keine Nussschale auf dem Ozean sondern ein Fels in der Brandung.

Zu diesem Thema passendes Channeling:

Siegfried Trebuch

Siegfried Trebuch gehört keiner Religion oder spirituellen Tradition an. Nach einem einschneidenden inneren Erlebnis veränderte sich sein Leben grundlegend. Er entdeckte eine Kraft in sich, die ihm dabei half, Frieden und Erfüllung zu finden. Seine Erkenntnis: Jeder Mensch trägt dieses schlummernde Potential positiver Energie in sich. Wer lernt, diese Kraftquelle zu erschließen, wird in der Lage sein, dauerhaft ein Leben in Glück und Freiheit zu führen.

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Dieser Beitrag hat 24 Kommentare
  1. Es ist gut sich zu erinnern, daß es immer erst einmal MEINE Emotionen sind und denen muß ich mich auch stellen und sie auch ERLEBEN. Spiritualität muß im Alltag gelebt werden. JA !
    Ich finde die Situationsschilderung aus München sehr anschaulich und mutig – weil sie so wenig gewünscht ist. Wenn wir uns nicht zügig daran erinnern, daß Spiritualität NICHT heißt, alles schön zu reden und daß Spiritualität und Regeln des Zusammenlebens sich nicht ausschließen – werden wir erleben, daß uns diese Menschen, die aus welchen Gründen auch immer ihre Heimat verlassen (müssen) auf der Nase herumtanzen. Sie testen – wie geschildert – mit Rauchen und Beine auf die Sitze legen wie kleine Kinder unsere Grenzen aus und erkennen sofort unsere Schwäche. Gleiches erlebe ich seit einiger Zeit auch in 4 und 5 Sterne-Hotels, ohne daß das Personal etwas unternimmt. Wir müssen in der Lage sein, UNSERE Regeln zu vermitteln! Genauso wie wir das im Kleinen in der Familie tun, in der Firma usw! Da gibt es ja auch Regeln des Zusammenlebens. UND AUCH DAS IST SPIRITUALITÄT aus meinem Verständnis.
    Es ist unsere HEIMAT – wir müssen uns nicht anpassen, sondern diejenigen, die hierher kommen!!
    Stattdessen erlauben wir Ihnen, daß sie ihre Streitigkeiten – die zwischen Schiiten und Sunniten usw. – nun HIER austragen! Ja natürlich – die Enge in den Unterkünften fördert die Aggression – aber müssen wir nicht auch deutlich sagen, wo unsere Regeln sind?? Wir haben auf einmal eine Fülle von Männern im Land, die es nicht gewohnt sind, Frauen zu achten, die uns westliche Frauen ohnehin als Prostituierte betrachten. Und wir brauchen es uns nicht schönreden: wir verstehen ihre Situation, aber wirklich willkommen sind sie uns allen NICHT. Und warum auch??

    1. Liebe Renate,
      So wie du Spiritualität verstehst, ist es am Besten, du gehst hinaus und bringst den Flüchtlingen „unsere Regeln“ bei. Du wirst dabei wertvolle Erfahrungen sammeln. Du wirst hautnah erfahren, welche Konflikte dabei entstehen und was sie mit dir machen. Vielleicht gelangst du eines Tages zur Einsicht, dass Spiritualität doch zuerst bei dir anfängt.

      1. Ja, „es ist wie es ist, sagt die Liebe“. Im Chinesischen heisst lieben: „Ich nehme mein Herz und lege es in Deine Haende“ und „Langsam gehen“.
        Gnotis auton-erkenne Dich selbst-Grl. Finde Dich selbst-Chinesisch und Hebraeisch. Arabisch, Islam: Der sich selbst erkennt, erkennt Gott.
        Ich habe 7 Jahre in Kairo und 2 Jahre in Istanbul als Lehrer gearbeitet und hatte die besten Erfahrungen mit den Menschne dort!!!-vor langer Zeit.
        Mensch im Arab. , Persischen u. Tuerkischen-insan, Wurzel ons, anisa, FREUNDSCHAFT UND GEMEINSCHAFT. Herzlichst, edwin

      2. Ich bin in ein Flüchtlingsheim gegangen und habe einem Paar geholfen eine Arbeit zu finden. Davor habe ich ihnen klipp und klar erklärt wie es hier in Deutschland läuft. Wenn sie sich wie Deutsche verhalten, werden sie dieses und jenes bekommen. Damit meine ich Fleiß, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Freundlichkeit, Achtung, Wertschätzung, Dankbarkeit, etc.
        Wenn sie sich weiterhin so verhalten wollen wie in Afrika, dann werden sie auch in Deutschland das gleiche erhalten wie in Afrika, nämlich nichts.
        Jeder in unserem Dorf kennt das Pärchen mittlerweile und ein Großteil davon akzeptiert sie, weil die Bürger sehen, dass beide bereit sind, die Deutsche Kultur, die Deutschen Regeln und die Deutschen Menschen zu achten. Wir ethnischen Deutschen können stolz auf unserer Land und auf uns selbst sein. Nirgendwo sonst ist es so sauber, geordnet, klar strukturiert, etc. wie in Deutschland.
        Damit das so bleibt brauchen wir uns nicht zu ändern, weil wir es schon genetisch von unseren Vorfahren erhalten haben. Das Deutsche Ge(n)wissen.
        Die Chance die ich bei der Flüchtlingskrise sehe ist, dass wir Deutschen als Vorbilder für die Flüchtlinge dienen und unsere Werte und Kultur klar und deutlich kommunizieren. Wenn die Flüchtlinge später in ihr Land zurückkehren, dann können sie in ihrem Land auch das friedliche Syrien, Afghanistan und den Irak wiederaufbauen, so wie es unsere Eltern und Großeltern nach dem 2. Weltkrieg getan haben, als alles zerstört war so wie jetzt in diesen Ländern. Wichtig ist meiner Meinung nach auch den Flüchtlingen klar zu machen, dass Flucht keine Lösung ist. Wovor flüchten die Flüchtlinge?
        Denn nicht alle Menschen aus den Herkunftsländern flüchten. Wenn sie nur wegen Geld flüchten, werden sie über kurz oder lang feststellen, Geld allein macht nicht glücklich.

        Wir müssen uns nicht ändern! Wir können und müssen den Flüchtlingen in aller Deutlichkeit unsere Regeln klar machen. Die Politiker und Beamten werden das nicht für uns tun.

        Ein cooler Spruch, der immer wirkt und den jeder versteht: „We are Germans, we know how the rabbit runs!“

      3. Lieber Siegfried,

        ich nehme da eine gewisse Überheblichkeit und Wertung in deinem Kommentar wahr. Es scheint mir nicht so als hättest du einen neutralen Standpunkt in Bezug auf dieses Thema oder als hättest du den eigentlichen Sinn hinter der ganzen Thematik erfasst.

        Deutschland ist durch die Ereignisse des 2.Weltkriegs noch immer tief traumatisiert. Im wesentlichen drückt sich dieses Trauma in einem Schuldgefühl aus, sowie in der daraus resultierenden Unfähigkeit für sich selbst einzustehen. Wir wollen unbedingt vermeiden, dass nach Außen hin ein schlechtes Bild von uns entsteht. Wir wollen es diesmal richtig machen, wollen ein Vorbild sein mit unserer Willkommenskultur und allen zeigen wie wohlwollend, human und tolerant wir sind. Es ist ein zwanghafter Wunsch sich auf dem internationalen Parkett zu beweisen, als ein Land das mit seiner Vergangenheit abgerechnet hat und nicht zulassen wird dass sich so etwas noch einmal wiederholt. Wir wollen endlich geliebt und anerkannt werden, auch wenn es bedeutet das wir uns selbst geißeln müssen. Dabei versäumen wir es gesunde Grenzen zu ziehen und unterdrücken jedes Gefühl das nicht im Einklang mit diesem idealisierten Selbstbild ist. Der rechte Rand der Gesellschaft steht dabei für unserer eigentlichen Bedenken und Ängste, für den ungeliebten Teil in uns, den wir um jeden Preis verbergen und verdrängen wollen. Ob wir es wollen oder nicht: Wir alle haben einen ängstlichen, wütenden Nazi in uns und wir lösen das Problem nicht dadurch, das wir diesem Teil in uns kein Gehör schenken. Er hat uns etwas zu sagen und hinter dieser Angst liegt in Wahrheit das tiefe Bedürfnis nach einer souveränen Identität. Ein Bedürfnis das ebenso berechtigt, wie stark ist und das am rechten Rand pervertiert, weil es systematisch unterdrückt wird.

        Für Deutschland geht es in der Flüchtlingskrise vor allem darum, dieses tiefe Bedürfnis zuzulassen und auf eine gesunde Art und Weise zu kanalisieren. Das ist die Prüfung. Dazu sind wir individuell, wie kollektiv aufgefordert. Die Migrationswelle wird all diese ungewollten Gefühle aufkochen und uns auf eine schmerzhafte Art und Weise mit unserem eigenen Schatten konfrontieren.

        Als spirituelle Menschen sind wir dazu aufgerufen dies zu erkennen und in Dankbarkeit anzunehmen.

        Uns stehen ungemütliche Zeiten bevor. Ich wünsche Euch allen viel Ruhe und Kraft für die kommenden Herausforderungen!

        In Liebe und Verbundenheit,
        Nico

      4. Lieber Nico,
        Schon beim Verfassen dieses Beitrages war mir bewusst, dass ich mich damit in die Höhle des Löwen begebe. Das Thema Flüchtlingskrise ist mit sehr starken Emotionen besetzt und wird heiß diskutiert. Überall wird über die Ursachen, die Folgen und mögliche Lösungen gesprochen. In meinem Beitrag geht es gerade NICHT um diese politisch-gesellschaftlichen Fragen. Dafür gibt es unzählige andere Plattformen, wo man sich darüber austauschen kann.

        Wovon ich spreche sind die Ängste, die in jedem einzelnen Menschen durch die Krise ausgelöst werden und wie man als spiritueller Mensch damit umgehen kann. Ich möchte hier noch einmal daran erinnern, dass es hier um die Spiritualität des Individuums geht und NICHT um gesamtgesellschaftliche Probleme. Deswegen rufe ich auch nicht zu politischem Handeln auf. Politisches und gesellschaftliches Engagement sind gut und wichtig. Wie man sich öffentlich engagieren will, kann aber jeder/e für sich selbst entscheiden. Mir ist es ein Anliegen darauf hinzuweisen, in der aktuellen Situation in der eigenen Mitte zu bleiben und die positive Ausrichtung zu bewahren.

      5. Antwort nach München und an Siegfried Trebuch:
        „ist es am Besten, du gehst hinaus“ diesem Ratschlag möchte auch ich folgen. Hinausgehen, das ist für mich, an einer einheimischen Helfergruppe teilzunehmen, um erstmal „geschützt“ überhaupt das Wesen dieser fremden Flüchtlinge kennen und vielleicht verstehen zu lernen. Trotzdem kann ich mich sehr gut in Dich hineinversetzen. Ich habe das Glück, daß sich diese Situation in unserem Tübingen immernoch als übersehbar entwickelt. Von Euch in München ist wirklich sehr viel verlangt.
        Ich wünsche Dir immer gute Freunde und Helfer an Deiner Seite.
        Thushild

      6. Ich denke, dass es richtig ist, die eigene Spiritualität zu achten, zu fühlen und zu leben, jeder für sich. Das Thema: „Geh hinaus und setz dich mit den Flüchtlingen auseinander“, haben 16-jährige Schülerinnen in Salzburg umgesetzt, indem sie den Flüchtlingen frisches Wasser gebracht haben. Die männlichen Flüchtlinge haben die Mädchen mit dem Wasser abgewiesen mit den Worten: „Wir nehmen von Euch kein Wasser, denn ihr seid „unrein“, da sie ja bei uns kein Kopftuch tragen. Tja, die Mädchen haben Mut bewiesen und guten Willen gezeigt, jedoch es wurde nicht angenommen. „UNREIN“ war der Flüchtlinge Aussage. Die Mädchen bringen ihnen sicher kein Wasser mehr.
        Glg Evelin

  2. gruess gott euch allen, ich kenne diese botschaften aus buechern siehe,,, WELTEN DER SEELE …zu finden auf google, und das schaetze ich wenn die botschaften sich gleichen als beweis der wahren mitteilungen. ich freue mich jedes mal, wenn ich darueber erfahren kann und auch das alte auffrischen kann.ich kann wirklich nichts finden was mich nicht anspricht,jedoch sind das nicht die letzten allumfassenden mitteilungen.
    auch jesus hat gesagt, es gaebe noch mehr, worueber er sprechen koennte.
    ich bin schon 45 jahre ein gelehriger schueler, siehe meine webseite,
    gunther leeb life in google…..ich bin somit einer von euch….mit dem ausblick, dass jedes molekuel, atom, neuron, und electron, metatron und vom kleinsten zum groessten zur gesamtheit gehoert, die eine verdichtung des goettlichen geistes ist, und was uns gehoert ist unser erarbeitetes BEWUSSTSEIN. MENTALES und als gegensatz das HERZGEFUEHL, so wie es in der kirche mit dem heiligen schein und dem herzzentrum angedeutet ist, das gehoert uns. nur das, damit es wachse, bis zur heiligkeit eines heiligen. alles gute gunther

  3. Habe eben erst alles gelesen und sage DANKE, DANKE, DANKE. Das ist so eindrucksvoll und für mich gut nachvollziehbar. Und für alle, die mal eben schnell etwas für unterwegs brauchen, nutzt den Vergleich mit dem dunklen Raum in allen Situationen, wo plötzlich diese Angst da ist, die Ohnmacht einer Situation nicht gewachsen zu sein oder was auch immer, so nach dem Motto – wenn es mal wieder schnell gehen muss – und schaltet im Geist den Lichtschalter ein und erhellt damit den dunklen Raum, in dem ihr gerade seit. Aaahhh tief einatmen und das Licht spüren.

  4. Was erwarten wir von den Flüchtlingen? Dass sie mit Demut und Dankbarkeit unser Geschenk der Nächstenliebe annehmen. Und dass sie im Gegenzug uns und unsere üblichen Gebräuche respektieren. Aber – wie sehen sie das eigentlich? Denken sie, wie wir? Sind sie vielleicht durch die Erlebnisse in ihrer Heimat emotional ganz anders, als wir? Kann man noch Gefühle haben, wenn man miterlebt hat, wie Menschen geköpft, gehäutet usw. wurden? Können wir wirklich erwarten, dass diese Menschen ihre Herzen öffnen können und uns verstehen. Ich glaube – unsere Gefühlsbasis und alle Ansichen sind aufgrund der Erziehung und der Erlebnisse grundverschieden. Ich verstehe beide Seiten und denke, die Lernaufgabe wurde uns! gegeben. Nicht den Flüchtlingen, die hatten ihre schon. Wir, die wir hier recht sorglos leben durften, haben jetzt die Aufgabe aus dem Außen bekommen. Daran können wir uns kennenlernen und wachsen.
    Nicole

    1. Wunderbar Dein Beitrag, liebe Nicole – ich habe als Kleinkind die Flüchtlings- und Vertriebenensituation miterlebt und so mein Leben lang zu diesem Thema lernen und mich auch ängstigen „dürfen“ – ich fühle tief mit.

  5. Das Thema Flüchtlingskrise wird heiß diskutiert und polarisiert sehr stark. Für Menschen, die sich für den politisch-gesellschaftlichen Kontext interessieren gibt es unzählige Plattformen, wo man sich darüber austauschen kann.

    In meinem Beitrag spreche ich die Ängste an, die in jedem einzelnen Menschen durch die Krise ausgelöst werden und wie man als spiritueller Mensch damit umgehen kann. Ich möchte noch einmal daran erinnern, dass es hier um die Spiritualität des Individuums geht und NICHT um gesamtgesellschaftliche Probleme. Deswegen rufe ich auch nicht zu politischem Handeln auf. Politisches und gesellschaftliches Engagement sind gut und wichtig. Mir ist es darüber hinaus gehend ein Anliegen darauf hinzuweisen, in der aktuellen Situation in der eigenen Mitte zu bleiben und die positive Ausrichtung zu bewahren.

  6. Wir sind wahrlich in einer Zeit der Prüfung. Prüfungsangst kennen viele, ja fast alle. Deshalb habe ich für mich das Wort „Flüchtlingsströme“ umgewandelt zu Völkerwanderung. Somit gebe ich weniger negative Energie in dieses Geschehen. Denn meiner Meinung nach potenziert sich das Negative wie das Positive.

  7. Wirklich interessant und emotionsgeladen, wenn ich die Kommentare durchlese. Mit dem Flüchtlingsthema werden bei vielen Menschen neue Grenzen aufgezeigt. Siegfried hat dies mit dem Begriff „Schönwetterspiritualität“ schön erklärt. Leider zeigen einige Kommentare hier, dass genau dies immer noch von den meisten gelebt wird. Ein bisschen Wellness, hier in ein Seminar und dort noch ein wenig „konsumieren“. Genau das nehme ich auch wahr, wenn ich mal an bestimmte „spirituelle“ Events gehe. Möglichst schnell erleuchtet werden, aber nicht viel dafür tun…

    Das Paradies werden wir nicht im Aussen finden, aber im Innern. Es spielt also überhaupt keine Rolle was im Aussen geschieht. Denn je „schlimmer“ es im Aussen zu und hergeht, desto grösser ist das Entwicklungspotential für jeden Einzelnen.

    Danke Siegfried!

    1. Danke Clemens! Diese emotionalen Reaktionen waren zu erwarten und kommen für mich auch nicht überraschend. Ich muss immer wieder an Platons Höhlengleichnis denken, in dem die Menschen die Schattenspiele an der Höhlenwand für realer halten als ihr eigenes Leben. Ich weiß, es ist schwer sich aus dieser Illusion zu befreien, aber einige schaffen es, die danach streben.

  8. Lieber Siegfried,
    ich kann nur bestätigen, dass es mehr als interessant ist, im Außen zu sehen, was sich im Inneren bei jedem von uns abspielt. Die Migrantensituation ist ein Beispiel. Hierzu kann ich nur jedem empfehlen, sich das Channeling „Wer bin ich“ zu bestellen. Hier wird ganz verständlich erklärt, wie Situationen in unserem Leben ablaufen und zu verstehen sind. Und, ….. diese Botschaft sollte sich jeder immer wieder, wenn seine Innere Stimme darum bittet, anhören. Denn vieles, was dort gesagt wird, verstehen wir anfangs nur mit dem Verstand, nicht aber mit dem Herzen. Und dann, wenn neue Situationen auftreten und wir die Durchgabe wieder anhören, öffnet sich auch das Herz und wir haben „richtig verstanden“, d.h. unser „Bewußtes Sein“ (= ich bin …) erhöht.
    Viele liebe Grüße, Uli

  9. Es kommt mir so vor, als ob das ORCHESTER des UNIVERSUMS neu gestimmt wird. Bevor das NEUE LIED der LIEBE ertönen kann, müssen die Instrumente aufeinander abgestimmt werden. Jeder, der schon einmal ein Konzert besucht hat, kennt das. Es hört sich furchtbar an. Alles andere als harmonisch. Jeder Mensch auf dieser ERDE, die jetzt eine Schlüsselrolle hat bei diesem Prozess, hat seine Herausforderungen entsprechend seinem Entwicklungsstand. Wenn wir unseren Platz im PUZZLE des Lebens der NEUEN ZEIT gefunden haben, werden wir mit dieser ANGST nicht mehr konfrontiert oder sind beschützt und können damit umgehen.

    Man kann dann tatsächlich ÜBER DEN DINGEN stehen, wie JESUS. Für manchen mag dies überheblich wirken. Doch genau dahin dürfen wir kommen, auch wenn wir uns in die Höhle des Löwen wagen, innerlich stark zu sein, um uns nicht hineinziehen, hinreißen zu lassen, wenngleich wir uns rein äußerlich auf diese Ebene begeben. Erst wenn wir alle so nach und nach unseren Platz in diesem Puzzle einnehmen, ergibt es schlussendlich ein wunderschönes Gesamtbild: DAS NEUE GOLDENE ZEITALTER.

    Es gibt Dinge, die wir als Einzelne(r) nicht ändern können, dann müssen wir für uns selbst einen Weg finden. Offen sein für Veränderung und somit Entwicklung. Es gibt nur 3 Möglichkeiten: LOVE it, CHANGE it or LEAVE it. Wenn es auch traurig ist, dass man sich in der eigenen Heimat nicht mehr sicher ist, kann ich den Frauen nur raten, tut Euch zusammen und geht nachts nicht mehr alleine raus. Man muss sich nicht unnötig in Gefahr begeben. Und wenn es berufsbedingt oder aus anderen Gründen unbedingt sein muss, dann vertraut Euch Eurem Schutzengel an.

    Die Schwingung des Vertrauens zieht eindeutig schönere Erfahrungen an als die Angst. Darum ist es ja so wichtig, sich von seiner Seele und nicht vom Ego leiten zu lassen. Vieles MÜSSTE nicht passieren, wenn wir auf unsere innere „Führung“ hören.

    Gottes Schutz und Segen
    Eure Karin

  10. Lieber Siegfried, als ich Deinen Bericht las, war ich sehr erleichtert und fühlte mich verstanden. In meiner Arbeit habe ich viel mit Menschen zu tun. Natürlich sprechen wir auch über die momentane Situation. Es geht oft von meinen Schülern aus und ich höre ihnen zu wie sie schimpfen und fluchen, insbesondere Menschen mit Kriegstraumata. Ich verstehe sie sehr gut, doch oft können solche Menschen nicht zuhören, wirklich zuhören und fühlen sich sehr im Recht, trotz ihren Ängsten. Ich wünsche vielen Menschen, dass sie es innerlich nachvollziehen können, was Du geschrieben hast, zunächst vielleicht auch erst einmal ohne Bewertung und sofortige Reaktion.

    Liebe Grüße aus Dresden,
    Christina

  11. Ich lebe seit Jahren in München, relativ zentral. Das Thema mit dem Flüchtlingen hat mein Leben überhaupt nicht verändert. Wir hatten über Sommer in der Nähe von uns eine Gruppe. Man hat kaum was von denen gemerkt. Sie waren sehr diskret, ruhig, man merkte sie, weil man wusste, dass sie dort sind. Mein neues Auto steht ruhig am Parkplatz daneben- es gab keine Probleme. Vielleicht bin in anderer Dimension aber ich fühle mich von „Flüchtlingsmassen“ nicht umgekreist. Ich begegne diese kaum, obwohl ich München aktiv genieße und alles andere als „Hausmaus“ bin. Bin ca. 40 Jahre, sehe nicht schlecht aus, und gehe meistens alleine überall und habe echt keine Angst. Klar, dass ich auch nicht provoziere und mich nicht leichtsinnig benehme.

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