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Es Gibt Keine Materie

Es gibt keine Materie

Tagtäglich sind wir umgeben von Materie. Unser ganzes Leben spielt sich in ihr ab. Ständig hantieren wir mit Gegenständen wie Smartphones, Autos, Kleidung, Nahrungsmitteln, Computern, etc. Der Umgang mit Materie ist eine Selbstverständlichkeit. Sie bildet unsere Realität. Wir sehen und fühlen Materie, ja sogar unser physischer Körper besteht aus Atomen und Molekülen. Diese Allgegenwärtigkeit von Materie und unser selbstverständlicher Umgang mit ihr verleiten uns zu der Annahme, es mit einer objektiven Realität zu tun zu haben. Wir meinen, Materie sei etwas Festes, etwas, auf das wir uns verlassen können. Wir alle wissen, dass Materie aus Atomen besteht, die aus Protonen, Neutronen und Elektronen aufgebaut sind. Die Protonen und Neutronen im Atomkern bestehen wiederum aus noch kleineren Elementarteilchen, den Quarks. Zusammen mit den Leptonen und den Eichbosonen gelten sie heute als die fundamentalen Bausteine, aus denen alle Materie aufgebaut ist.

Wir neigen leicht dazu, uns diese Elementarteilchen als feste Kugeln vorzustellen, so ähnlich wie Murmeln, nur eben besonders klein. Aber stimmt das? Was ist das wahre Wesen der Materie? Was ist dieser Stoff, aus dem alles sinnlich Wahrnehmbare gemacht ist? Mit diesen Fragen setzen sich Physiker seit Jahrhunderten auseinander. Je tiefer sie in das Geheimnis der Materie vordringen, desto mehr erkennen sie, dass sie nichts endgültig Greifbares finden. Der deutsche Physiker Hans-Peter Dürr, bis 1997 Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik in München, behauptet gar: „Es gibt keine Materie“.

Um das Interview mit Hans-Peter Dürr zu sehen, klicken Sie bitte hier:

Hans-Peter Dürr: „Es gibt keine Materie“

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Dürr sagt weiter: „Das bedeutet, man hat ein total anderes Weltbild. Am Anfang ist alles Eins und es fängt an sich zu differenzieren. Und alles Eins bedeutet: Ich mit eingeschlossen. Ich kann mich als Subjekt nicht herauslösen. Auch diese Vorstellung: „Ich schaue die Welt an und beschreibe sie“ ist nicht mehr gültig.“

Das ist eine komplett andere Sicht auf unsere physische Realität, als wir das aus unserem Alltag gewohnt sind. Dürr überwindet die Subjekt-Objekt-Trennung in dem er sagt: „Ich kann mich als Subjekt nicht herauslösen.“ Am Anfang ist alles Eins, woraus alles weitere hervorgeht, also auch wir. Die Welt der Trennung in unzählige Einzelobjekte stellt sich für den Physiker als pure Illusion dar. Albert Einstein formulierte das mit den Worten:

Realität ist eine Illusion, allerdings eine sehr hartnäckige.

Aber nicht nur die Subjekt-Objekt-Trennung ist eine Illusion, sondern auch die Subjekt-Subjekt-Trennung, also auch die Trennung von Ich und Du. Wir alle sind auf geistiger Ebene miteinander verbunden, auch wenn uns das im Alltag nicht ständig bewusst ist. „Das ist die Schlussfolgerung aus dieser Physik: Wir hängen alle zusammen“, sagt Hans-Peter Dürr.

Passend dazu möchte ich Max Planck zitieren, der als Begründer der Quantenphysik gilt und 1919 den Nobelpreis für Physik für die Entdeckung des planckschen Wirkungsquantums erhielt. Zum Thema Geist und Materie sagte er Folgendes:

Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich. Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt – es ist der Menschheit nicht gelungen, das heiß ersehnte Perpetuum mobile zu erfinden – so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten intelligenten Geist annehmen.

Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen werden müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott! Damit kommt der Physiker, der sich mit der Materie zu befassen hat, vom Reiche des Stoffes in das Reich des Geistes. Und damit ist unsere Aufgabe zu Ende, und wir müssen unser Forschen weitergeben in die Hände der Philosophie.

Welche spirituellen Erkenntnisse können wir aus diesen physikalischen Schlussfolgerungen ziehen? Nun, die im Alltag scheinbar so feste Materie entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als ganz und gar nicht fest. Im Gegenteil, sie verflüchtigt sich zu immer ungreifbareren Bestandteilen. In letzter physikalischer Konsequenz ist Materie nur eine Form verdünnte Energie, wie es Einstein in seiner berühmten Formel E=mc² ausdrückte. Das Feste an ihr ist offensichtlich eine Täuschung. Die Sichtweise der Physik steht also in diametralem Widerspruch zu unserer Alltagswahrnehmung. Hier kann die Physik für den spirituellen Menschen besonders hilfreich sein: Sie befreit seinen Geist aus dem Gefängnis der materiellen Illusion.

Sie ruft uns wieder in Erinnerung, dass wir Geist sind und nicht Materie. Durch diese veränderte Sichtweise wird der Blick auf die wahre Realität, die hinter der scheinbaren Realität verborgen liegt, wieder frei. Versuchen Sie einmal, ihre Umwelt aus diesem Blickwinkel zu sehen. Er ist real und kommt der Wahrheit sehr viel näher, als das gewohnte materialistische Weltbild. Wenn Sie sich aus der Illusion befreien, sehen Sie das Leben mit anderen Augen. Es wird leichter und befreiter. Der Zwang des Materiellen nimmt ab und Ihr Geist kann wieder aufblühen, denn er unterliegt nicht den Gesetzen der Materie. Er ist ewig, zeitlos und frei, wenn Sie ihn nicht in falschen Vorstellungen einkerkern.

Siegfried Trebuch

Siegfried Trebuch gehört keiner Religion oder spirituellen Tradition an. Nach einem einschneidenden inneren Erlebnis veränderte sich sein Leben grundlegend. Er entdeckte eine Kraft in sich, die ihm dabei half, Frieden und Erfüllung zu finden. Seine Erkenntnis: Jeder Mensch trägt dieses schlummernde Potential positiver Energie in sich. Wer lernt, diese Kraftquelle zu erschließen, wird in der Lage sein, dauerhaft ein Leben in Glück und Freiheit zu führen.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
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