Du Bist Nicht Dein Körper

Du bist nicht dein Körper

Unsere E-Mail-Reihe „Ein Moment für Dich“ erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Jedes Zitat wird sorgfältig ausgewählt und ist Teil eines umfassenden geistigen Weltbildes, auf dem unsere Arbeit basiert. Manche Sprüche sind einleuchtend und klar, ihr Sinn erschließt sich dem Leser sofort. Andere hingegen bedürfen vielleicht näherer Erläuterung, um die tiefere Bedeutung zu erfassen. Dieser hier ist einer davon:

Du bist nicht dein Körper

Wenn wir auf diese Welt kommen, Kindheit, Jugend und junges Erwachsenenalter durchleben, so ist es für uns meist selbstverständlich, dass wir unser gesamtes Sein mit unserem physischen Körper gleichsetzen. Wir identifizieren uns mit unserem Geschlecht und unserem Aussehen. Wir sehen in den Spiegel und sind überzeugt: „Das bin ich.“ In der ersten Lebenshälfte ist das auch durchaus sinnvoll, geht es ja darum, sich voll ins Leben zu stürzen, Erfahrungen zu sammeln, sich selbst und die Welt kennen zu lernen. Wir genießen unsere Körperlichkeit mit allem, was dazu gehört. In dieser Phase des Lebens ist der Körper meist noch gesund und stark. Wir haben das Gefühl, ewig zu leben. Es gibt keinen Grund, die Körperidentifikation zu hinterfragen.

Ab der Lebensmitte ändert sich das jedoch. Langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass das Leben auch einmal ein Ende hat. Wir merken, dass schon mehr Wasser den Fluss hinuntergeflossen ist, als noch kommen wird. Die Zeit, die in der Jugend noch langsam verging, scheint immer mehr zu fliegen. Dazu kommt noch, dass der Körper erste Anzeichen von Alterung zeigt. Uns wird bewusst, dass er den Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit überschritten hat.

Spätestens in dieser Lebensphase will der Glaubenssatz: „Ich bin mein Körper“ hinterfragt werden, denn sonst kommen wir in einen schweren inneren Konflikt. Die absolute Körperidentifikation würde ja bedeuten, dass mit dem Ende des Körpers auch das Leben als solches endet. Das will uns auch die Wissenschaft weis machen, die die Existenz des Bewusstsein an die Funktion des Gehirns koppelt. Das ist eine verkürzte materialistische Sichtweise.

Jeder Mensch, der schon einmal eine spirituelle Erfahrung, egal welcher Art, gemacht hat weiß, dass es mehr gibt, als nur dieses materielle Leben. Nahtoderfahrungen sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass Bewusstsein auch außerhalb eines Körpers existieren kann und dafür kein Gehirn benötigt.

Aber es ist nicht einmal nötig, eine Nahtoderfahrung gemacht zu haben, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Es reicht, das eigene Gefühlsleben zu beobachten. Hat die Intensität Ihrer Gefühle mit zunehmenden Alter abgenommen? Wahrscheinlich nicht. Menschen können sich mit 70 noch genau so intensiv verlieben wie mit 17. Das Alter des Körpers scheint darauf keinen Einfluss zu haben. Gefühle brauchen den Körper nicht. Sie gehören in den Bereich des unsterblichen Bewusstseins.

Wenn man auch noch so alt wird, so fühlt man doch im Innern sich ganz und gar als denselben, der man war, als man jung, ja, als man ein Kind war: dieses, was unverändert, stets ganz dasselbe bleibt und nicht mitaltert, ist eben der Kern unseres Wesens, der nicht in der Zeit liegt und eben deshalb unzerstörbar ist.

Arthur Schopenhauer

Während der materialistische Mensch, der sein Leben mit der Existenz des physischen Körpers gleichsetzt, mit zunehmenden Alter immer mehr in einen seelischen Konflikt gerät, hat es der spirituelle Mensch leichter. Er kann in sich den irrigen Glaubenssatz „Ich bin mein Körper“ auflösen und ihn durch

Ich bin unsterbliches Bewusstsein

ersetzen. So verlieren Alterung und Tod ihren Schrecken. Der Körper folgt seinem natürlichen Entwicklungsbogen, während das Bewusstsein seinen eigenen Weg geht. Der im Geistigen verankerte Mensch wird immer mehr zum Zuseher. Die körperlichen Einschränkungen belasten ihn seelisch weniger, denn er weiß, dass es sich bei seinem Körper nur um ein vorübergehendes Gefährt handelt.

Deswegen wird er aber die Pflege und Gesunderhaltung des Gefährts nicht vernachlässigen, denn der Körper ist das Werkzeug des Bewusstseins in dieser Welt und kann seine Dienste nur leisten, wenn sich um ihn gekümmert wird. Allerdings kettet sich der Geistmensch nicht an seine physische Hülle, weil er weiß, dass er mehr ist als sie. Er erhebt sich über ihre Einschränkungen und kann so ein Leben in innerer Freiheit und Gelassenheit führen.

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Siegfried Trebuch

Siegfried Trebuch gehört keiner Religion oder Tradition an. Er studierte Physik, Politikwissenschaft und Soziologie. Nach einem einschneidenden spirituellen Erlebnis im Jahre 1990 veränderte sich sein Leben grundlegend.

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Ich möchte mich mal an euch wenden.
    Vielen HERZLICHEN DANK für eure Beiträge. Ich warte täglich auf die „Momente“ und stimme ebenso aus tiefsten Herzen eurem Newsletter zu.

    VIELEN vielen herzlichen Dank.

    Seid gesegnet und geliebt

    Eva Kaml

  2. Vielen herzlichen DANK für diesen wundervolle Beitrag! :)
    Auch möchte ich Euch beiden einmal mehr danken für * den Moment *, den ich jeweils auch sehr schätze!!

    Namaste
    Laisa

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